Planungsleitfaden · Stand 2026

Industrieller Holz­system­bau, der Architektur ermöglicht.

Das WoodRocks System verbindet die hohe Vorfertigung dreidimensionaler Technik­module mit der Flexibilität eines offenen Wand- und Decken­systems. Dieser Leitfaden ist Entwurfs­werkzeug, Schnittstellen­handbuch und Planungs­grundlage für Architekten, Projekt­entwickler und Fachplaner.

Systemraster
62,5cm
Lichte Raumhöhe
2,52m
Wandstärke
400mm
Spannweite
4,3–7,2m
Vor dem Planen

Holzbau ist Systemarbeit, kein Improvisations­raum.

Industrieller Holzbau bedeutet heute nicht mehr nur, mit Holz zu bauen. Es bedeutet, Systeme zu entwickeln, Prozesse zu standardisieren und Architektur, Vorfertigung, Tragwerk und Logistik gleichzeitig zu denken.

Bauteile werden im Werk produziert, Anschlüsse vorgefertigt, Montage­abläufe exakt getaktet. Fehler oder ungeklärte Schnittstellen lassen sich auf der Baustelle oft nicht mehr wirtschaftlich korrigieren. Der Erfolg eines Holzbau­projekts entscheidet sich daher in der Planung — nicht auf der Baustelle.

Ein klar definiertes System schafft Ordnung. Daraus entsteht Freiraum für gute Architektur, nicht der Verlust davon.

Dieser Leitfaden gibt allen Projekt­beteiligten ein gemeinsames Verständnis für Systemlogik, Entwurfs­prinzipien, Tragwerk, Vorfertigung und Schnittstellen. Er ist Entscheidungs­instrument und Dialog­grundlage — kein Ersatz für das frühe Vertiefungs­gespräch mit unserem Planungsteam.

Das WoodRocks System

Acht Komponenten, ein Bausystem.

Das WR-System ist hybrid: ein zweidimensionales Wand- und Deckensystem (2D) trifft auf vorgefertigte dreidimensionale Technikmodule (3D). Beide arbeiten innerhalb eines durchgehenden 62,5-cm-Rasters, ohne die Gestaltungsfreiheit eines klassischen Wandsystems aufzugeben.

  1. 01

    Gebäudeformen

    Vielzahl an Volumen umsetzbar. Treppenhaus als Stahlbeton­kern oder vollständig in Holz.

  2. 02

    Turmbauweise

    Vertikale Einheiten orientiert an Wohnungstrennwänden. Schnellere Hüllen­schließung bei jeder Witterung.

  3. 03

    Außenwand

    Holzrahmen / Skelett im 62,5-cm-Raster. 125, 187,5 oder 250 cm Element­breite. 400 mm Wandstärke.

  4. 04

    myBlock

    Vorgefertigtes 3D-Technikmodul mit Bad, Heizung, Lüftung, Elektro — auf der Baustelle in Minuten anschluss­fertig.

  5. 05

    Statisches System

    Lastabtragung über Stützen und Unterzüge. Frei vom Raster versetzbar. Stützen geschossweise übereinander.

  6. 06

    Innenwände

    Sechs Typen — tragend / nicht tragend. Wohnungstrennwände an den Stehern der Außenwand.

  7. 07

    Decke & Dach

    Massivholz oder HBV. Pro Turm unabhängiges System. Sichtholz raumseitig.

  8. 08

    Balkone

    Aufgeständert oder frei hängend. Drei Tiefen, drei Geländertypen, frei wählbare Breiten am Raster.

Das Prinzip

Das Beste aus zwei Welten.

Klassische Holzbau­weisen zwingen zur Wahl: hohe Vorfertigung im 3D-Modul, aber starre Grundrisse — oder freie Architektur im 2D-System, aber mehr Arbeit auf der Baustelle. WoodRocks kombiniert beides.

Holzmodulbau 2D

  • Einfacher Transport, leichte Elemente
  • Flexible Grundrisse
  • Geringere Vorfertigung
  • Längere Bauzeit auf der Baustelle

Holzmodulbau 3D

  • Höchste Vorfertigung im Werk
  • Maximale Prozess­verlagerung
  • Doppelte Decken — mehr Material
  • Transport limitiert Grundriss­freiheit
Voraussetzungen

Was ein WoodRocks-Projekt ausmacht.

Das WR-System entfaltet seine Stärken unter klaren Rahmen­bedingungen. Diese Liste ist keine Hürde, sondern ein gemeinsames Verständnis: Sie schützt Wirtschaft­lichkeit, Bauzeit und architektonische Qualität.

Allgemein

  • Bereitschaft zu ökologisch hochwertiger Bauweise
  • Möglichst geradlinige, einfache Baustrukturen
  • Wohnungen im Regelgeschoss übereinander­liegend
  • Gleichbleibende Wohnungs­trennwände in der Vertikalen

Planung

  • Frühzeitige Einbindung von WoodRocks ab Studie
  • Entwurf bei WoodRocks oder mit System-erfahrenen Architekten
  • Ausführungsplanung beim WoodRocks-Team oder Partner
  • BIM-fähige, durchgängige Plan­stände

Außenwand & Fassade

  • Einsatz der WR-Außenwand gemäß Bauteilkatalog
  • Fassade hinterlüftet, kein WDVS
  • Holz- oder Holz-Alu-Fenster, keine Kunststoff­fenster
  • Balkone innerhalb der Produkt­grenzen frei kombinierbar

Innenraum

  • Sichtbare Holzdecken in den Wohnungen
  • Lichte Raumhöhe 2,42–2,52 m
  • Zentrale Schachtführung über alle Geschosse
  • Bad / Technik als myBlock (myblock GmbH)

Tragwerk

  • Stützen geschossweise exakt übereinander
  • Spannweiten 4,0–4,5 m bei Massivholz, bis 7,2 m mit HBV
  • Aussteifung über Treppenhauskern oder Wandscheiben
  • Unterzüge enden nicht über Fenstern

Logistik & Baustelle

  • Zufahrten und Abstellflächen für Sattelzüge
  • Kranreichweiten und Traglasten projekt­spezifisch geplant
  • Vor-Ort-Begehung mit Spedition vor Beginn
  • Just-in-time Anlieferung in Montage­reihenfolge
Systemgrenzen

Was nicht funktioniert, was teuer wird, was Geld spart.

Drei Kategorien, die in der frühen Entwurfs­phase über Wirtschaft­lichkeit und Realisierbar­keit entscheiden. Wer diese Logik kennt, vermeidet die meisten Planungs­risiken im seriellen Holzbau — bevor sie ent­stehen.

Nicht möglich

Systembedingte K.-o.-Kriterien

Strukturen, die mit dem WR-System nicht umsetzbar sind. Diese Punkte erkennen wir in der Erstprüfung — sie führen zur Absage oder einer kreativen Anpassung der Planungsvorgaben.

  • Reiner Massivbau — Stahlbeton- und Mauer­werks­bauten gehören nicht zu unserem Leistungs­spektrum.
  • Satteldach ≥ 25° Neigung — wir fertigen aus­schließlich Flachdach- und flache Pultdach-Lösungen.
  • Querfassadenschirm — horizontal verlaufende Fassaden­elemente sind mit unserem Holz­fassaden­system nicht umsetzbar.
  • Systemwidrige Rasterabweichungen — wenn das Gebäude grundsätzlich gegen das 62,5-cm-Raster geplant ist.
  • Unklare Tragstruktur — fehlende Vertikalität tragender Bauteile zwischen den Geschossen.
Vermeiden

Kostentreiber & typische Planungsfehler

Konfigurationen, die wirtschaftlich machbar sind, aber Kosten und Bauzeit überproportional erhöhen. In jedem dieser Punkte gibt es bessere Alternativen — Abstimmung in Lph 1–2 lohnt sich.

  • Verschiebung tragender Bauteile zwischen den Geschossen — bricht die Turm­bau­weise und erzeugt Sonder­tragwerk.
  • Komplexe Geometrien — Versprünge, Erker, vielfache Geometrie­wechsel kosten Vor­fertigungs­effizienz.
  • Schächte an Außenwänden oder dezentral — verhindern saubere myBlock-Integration und vertikale Installationsführung.
  • Fassadenkomplexität — viele Fenster­sonder­maße, individuelle Brüstungen, abweichende Achsen.
  • Hohe Variantenzahl bei Wohnungs­typen — jede Sonder­lösung skaliert linear in den Planungs- und Produktions­aufwand.
  • Späte Systemabstimmung — wenn WoodRocks erst ab Lph 4 einsteigt, ist der wirtschaftliche Hebel weitgehend verspielt.
Anstreben

Optimierung & wirtschaftliche Hebel

Planungs­entscheidungen, die das System maximal aus­reizen. Diese Punkte sind keine Zwänge, sondern Konstruktions­regeln, die jede zusätzliche Wieder­holung in echte Kosten- und Zeit­ersparnis übersetzen.

  • Stapelbare Geschoss-Grundrisse — identische Regel­geschosse nutzen Vorfertigung und Turm­bauweise voll aus.
  • Standard-myBlock-Typen — mini, klein, groß oder duo direkt aus dem Bauteil­katalog.
  • Zentrale, durchgängige Schächte — über alle Geschosse, nicht an Außen­wänden, frei zugänglich.
  • Kompakte, geradlinige Baukörper — geringes Hülle-zu-Volumen-Verhältnis, klare Geometrie.
  • Vertikale Holzfassade mit Standard-Achsmaßen aus dem 62,5-cm-Raster.
  • Frühe Einbindung ab Studie / Lph 1 — gemeinsame Planungs­entwicklung statt nachträglicher Anpassung.
Systemraster

Eine Zahl, die alles ordnet: 62,5 cm.

Der 62,5-cm-Raster bildet die Grundlage für Wandauf­teilungen, Fassaden­achsen, Fenster­breiten, Tragwerks­achsen, Element­größen und Produktions­abläufe. Er ist Disziplin und Frei­raum zugleich.

Drei Element­breiten, ein Raster.

Außenwand­elemente werden in standardisierten Breiten gefertigt: 125, 187,5 oder 250 cm — also 2, 3 oder 4 Raster­felder. Jedes Element verfügt über zwei tragende Stützen und einen tragenden Unterzug; die Last­abtragung läuft über die Stützen.

Eckelemente sind frei vom Raster platzierbar — die Schenkel können 62,5 bis 125 cm lang sein, in beliebigen Winkeln. Das ermöglicht eine maximale Grundstücks­ausnutzung trotz System­disziplin.

2Felder
125 cm Element
3Felder
187,5 cm Element
4Felder
250 cm Element
3Höhen
s, m, L1, L2
Bauteil 03 — Außenwand

Holzrahmenbau im Skelett, aufgesprengt nach Funktion.

Die WR-Außenwand ist eine Mischung aus Skelett- und Holzrahmenbau auf 62,5-cm-Raster. Sie ist aufgeteilt in einen tragenden Kern, eine fassaden­seitige Schale und eine raum­seitige Vorsatzschale — das ermöglicht hohen Vorfertigungs­grad bei voller Fassaden­flexibilität.

Wandaufbau außen → innen

01Fassadehinterlüftet, kein WDVS24 mm
02Unterkonstruktion30 mm
03Hinterlüftungsebene30 mm
04Fassadenfolie + Gipsfaserplatte15 mm
05HolzriegelZellulosefaserdämmung220 mm
06Biofaserplatte8 mm
07CW-Metallprofilgedämmt, Vorsatzschale60 mm
08Gipskartonplatte15 mm
Gesamtstärke 400 mm
Aufsprengung der Gewerkegrenzen

Bereits im Werk eingebaut: Fenster, Sonnenschutz, Außen­wasserhahn, Notüberläufe, Fenster­abdichtungen im EG, Abklebe­arbeiten für Maler, Wand­durchführungen für Kamin. Optional komplett vorgefertigte Badezimmer.

Fenster- und Element­typen

In der Regel sind die Elemente mit Fenster über drei Rasterfelder breit. Daraus ergeben sich vier Höhen.

s

Standard

Reguläres Fenster mit Brüstung. Standardanwendung im Regelgeschoss.

m

Kleines Unterlicht

Fenster mit zusätzlichem Unterlicht. Mehr Lichteintrag bei erhaltener Brüstung.

L1

Terrassentür

Bodentiefe Tür für Balkone oder Terrassen. Voller Durchgang.

L2

Bodentiefes Unterlicht

Fenster mit bodentiefer Festverglasung. Maximaler Lichteinfall ohne Tür.

Bauteil 04 — myBlock

Bad, Heizung, Lüftung, Elektro — als ein Modul.

Der myBlock ist ein dreidimensionales Technik­modul, in dem Elektro­technik, Installations­technik, Heizung, Lüftung und ein komplett ausgestattetes Bad fertig verbaut sind. Optional inklusive anschluss­fertiger Küche. Auf der Baustelle in wenigen Minuten mit der Haustechnik zusammen­geschlossen.

myBlock mini

Speziell für Micro-Apart­ments entwickelt. Bad mit Dusche.

Außenmaß205 × 220 cm

myBlock klein

Bad mit Dusche und WC, geeignet für 1,5–2-Zimmer-Wohnungen.

Außenmaß292 × 220 cm

myBlock groß

Bad plus Vorraum / WC. Für 2–3-Zimmer-Wohnungen.

Außenmaß382 × 220 cm

myBlock duo

Großzügiges Bad mit separatem WC. Für 3–4-Zimmer-Wohnungen.

Außenmaß472 × 220 cm

Voraussetzungen für den Einsatz

  • 01Schacht für Montage und Leitungs­zusammenschluss frei zugänglich — nicht an Außen­wand oder Wohnungs­trennwand.
  • 02myBlock immer als nicht­tragendes Element. Tragwerk wird unabhängig geplant.
  • 03Installations­schächte und geschoss­übergreifende Leitungs­stränge in allen Geschossen exakt übereinander.
  • 04Stützen und Unterzüge nicht an der Schachtseite des myBlock platzieren.
  • 05Küchenzeile vorzugsweise an der Schachtseite — reduziert zusätzliche Leitungs­führungen.

Anordnung in der Wohnung

myBlock ist frei vom Außenwand­raster versetzbar — jedoch nicht beliebig. Die folgenden Anordnungen entscheiden über Wirtschaft­lichkeit und Montierbarkeit.

Empfohlen

Schacht zur Innen­wand offen. Küche an Schachtseite. Schacht in allen Geschossen über­einander.

Vermeiden

Schacht an Außen- oder Wohnungstrennwand. Versprung der Schächte über die Geschosse. Tragende Funktion.

Bauteil 05 — Statisches System

Spannweiten, die mehr Architektur erlauben.

Die Spannweite ist im Holzbau der wirtschaftlichste Hebel. Bei klassischen Massivholzdecken liegt das wirtschaftliche Optimum bei 4,0–4,5 m; mit Holz-Beton-Verbund (HBV) lassen sich bis zu 7,2 m und mehr realisieren — bei besserem Schwingungs- und Schallverhalten.

Deckenstärke Massivholz · Spannweite HBV 100 Beton · Spannweite Eigengewicht (g) Schwingung
140 mm4,3 m6,2 m3,7–4,5 kN/m²≥ 6 Hz
160 mm4,8 m6,7 m4,5–5,5 kN/m²≥ 6 Hz
180 mm5,2 m7,2 m3,7–4,5 kN/m²≥ 6 Hz
200 mm5,6 m7,7 m3,7–4,5 kN/m²≥ 6 Hz
220 mm6,0 m8,2 m3,7–4,5 kN/m²≥ 6 Hz
240 mm6,4 m8,6 m3,7–4,5 kN/m²≥ 6 Hz

Sämtliche Angaben dienen als Anhaltswerte. Die Gebrauchstauglich­keit ist projekt­spezifisch zu beurteilen — insbesondere das Schwingungs­verhalten bei großen Spannweiten.

Stützen

Stets übereinander.

Stützen sind in allen Geschossen exakt übereinander anzu­ordnen — andernfalls wird die Last­abtragung wirtschaft­lich nicht beherrschbar. Standard­dimension 20 × 20 cm. Frei vom Raster platzierbar, solange die Vertikalität gewahrt bleibt.

Unterzüge

Nicht über Fenstern.

Unterzüge dürfen konstruktiv und architektonisch nicht über Fenstern oder Fassaden­elementen enden. Standard­dimension 20 × 24 cm ab UK Decke. Anordnung so, dass keine fixen Wohnräume entstehen — Flexibilität der Raum­einteilung bleibt erhalten.

Aussteifung

Kern, Wandscheiben, Decke.

Aussteifung im Regelfall über Treppenhaus­kern, Aufzugs­schacht oder Wand­scheiben. Geschoss­decken wirken als horizontale Scheiben und leiten Wind- und Horizontal­lasten in die aussteifenden Bauteile. Bei Lauben­gängen: Aussteifung über das Haupt­tragwerk, eigenständige Aussteifung wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Bauteil 07 — Decke & Dach

Pro Turm ein eigenes Decken­system.

Decken­elemente sind vom Raster gelöst und werden in Anlehnung an die Außen­wand platziert. Jeder Turm hat ein von den angrenzenden Türmen unabhängiges Decken­system, das mit den Wohnungs­trennwänden beginnt bzw. endet — das ermöglicht parallele Bauabläufe.

DD / BSP / BSH

Massivholz­decke

Sichtbare Holz­untersicht raumseitig. Bodenbelag, Estrich, Dampfsperre, Trittschall, Dämmung, Splitt­schüttung, Holzdecke.

340–390 mm · Bodenplatte / Zwischen­decke
HBV

Holz-Beton-Verbund

Druck­schicht aus Aufbeton, Zugschicht aus Diagonal­dübel oder BSP. Größere Spannweiten, besserer Schallschutz, weniger Schwingung.

410 mm · Zwischen­decke HBV
Dach bekiest

Flachdach Kies

Holzdecke, OSB4, Notdach bituminös, Trittschall, gefälle­gedämmt, Dach­abdichtung, Kies.

483 mm · Aufbauhöhe
Dach begrünt

Extensiv­begrünung

Holzdecke, OSB4, Notdach, Trittschall, gefälle­gedämmt, Dachabdichtung, Filtervlies, Drain­matte, Substrat 80 mm.

523 mm · Aufbauhöhe

HBV-Elemente erfordern 28 Tage Austrocknungs­zeit vor Anlieferung. Element­gewichte und Krankapazitäten sind im Bauablauf­plan früh zu berücksichtigen — typischerweise max. drei Decken­elemente pro Anhänger.

Bauteil 02 — Turmbauweise

Vertikale Einheiten statt horizontaler Geschosse.

Statt das Gebäude geschossweise zu errichten, organisiert das WR-System die Montage in vertikalen Türmen — meist abgegrenzt durch die Wohnungs­trennwände. Das reduziert Witterungs­risiko und beschleunigt die Hüllen­schließung erheblich.

  • 01

    Kurze Wege auf der Baustelle

    Mitarbeiter arbeiten konzentriert in einem Turm. Keine geschoss­weite Choreografie — Material­flüsse werden lokal organisiert.

  • 02

    Witterungs­robust

    Kleinere Flächen lassen sich bei Schlecht­wetter deutlich schneller schützen. Notabdichtung am Dach durch den Spengler erfolgt in kleinen Schritten.

  • 03

    Schnelle Hüllen­schließung

    Sobald ein Turm steht, kann er von oben dichtgemacht werden, während Turm 2 noch errichtet wird — ein Vorlauf­effekt, der Wochen aus dem Bauplan nimmt.

  • 04

    Trennwand auf Element­stoß

    Die durchlaufende Wohnungs­trennwand trifft idealer­weise mittig auf den Stoß zweier Außenwand­elemente — das vereinfacht Statik und Bauablauf.

Aufsprengung der Gewerkegrenzen

Was bei klassischen Bauweisen die Baustelle macht — macht bei uns das Werk.

Hohe Vorfertigung bedeutet weniger Schnitt­stellen, weniger Witterungs­risiko, höhere Qualität und kürzere Bauzeit. Sie bedeutet aber auch: frühe Entscheidungen, exakte Koordination, hohe Planungs­sicherheit. Verspätete Entscheidungen führen zu Produktions­unterbrechungen.

Fenster

Holz oder Holz-Alu, ab Werk eingebaut und abgedichtet.

Sonnenschutz

Raffstores oder Rolläden inkl. Antrieb vorinstalliert.

Außen­wasserhahn

Anschlüsse für Spengler bauseits sind eingeplant.

Notüberläufe

Vorbereitet für Spengler — keine nachträglichen Eingriffe.

Fenster­abdichtungen EG

Im Werk vollständig abgedichtet — kein Witterungs­eintrag bei Montage.

Abklebearbeiten

Vorbereitung für Maler im Werk — saubere Übergaben.

Wand­durchführungen

Kamin, Lüftung, Elektro — alle Durch­dringungen werkseitig vorbereitet.

myBlock komplett

Bad, Heizung, Lüftung, Elektro, optional Küche — als 3D-Modul.

Planungsprozess

Vier Phasen, ein durchgängiger Ablauf.

Industrieller Holzbau verträgt keine Improvisation. Der WoodRocks-Prozess ist auf zwei Wege ausgelegt: integrale Planung im WoodRocks-Team oder Planung mit einem externen Architektur­büro, das mit dem WR-System arbeitet. In beiden Fällen erfolgt die Ausführungs­planung optimal­weise bei WoodRocks.

Phase 01

Studie & Vor­entwurf

Frühzeitige Einbindung von WoodRocks. Klärung von System­eignung, Voraussetzungen, Standort, Grundstücks­ausnutzung. Bereits hier: Vorfertigungs­grad, Element­größen, Transportwege, Logistik mitdenken.

Phase 02

Entwurf & Einreich­planung

Entwurf bei WoodRocks oder mit System-erfahrenen Architekten. Erste grobe Richtwert­bemessung der Tragwerks­planung. Gebäude­form, Turm­einteilung, myBlock-Anordnung, Lichthöhen werden festgelegt.

Phase 03

Ausführungs­planung

Laufende Fachplaner-Abstimmung mit Architektur, Elektro, HSL, Statik und Bauphysik. Detail­planung, CNC-Abbund­plan, Element­bemessung im Kontext des statischen Gesamt­konzepts. Schallschutz­fugen und Anschlüsse.

Phase 04

Produktion, Logistik & Montage

Produktion rückwärts geplant — die zuletzt benötigten Teile werden zuerst gefertigt. Bei HBV: 28 Tage Austrocknung. Just-in-time-Anlieferung, Vor-Ort-Begehung mit Spedition. Montage in klar getakteten Türmen.

Grundrissvielfalt

Ein System, viele Wohnformen.

Nicht­tragende Innen­wände lassen sich flexibel im Raum verschieben. Die Küche steht idealer­weise an der Schachtseite des myBlock — alternative Anordnungen sind möglich, bedeuten aber zusätzliche Leitungs­führungen.

Studio

50,3 m²

Offener Wohn-Schlaf-Bereich, Küche an Schachtseite.

2 Zimmer

55,6 m²

Wohnen straßenseitig, Schlafen im rückwärtigen Bereich.

2 Zimmer

56,5 m²

Mit Balkon. Küche an Innenwand, myBlock zentral.

2 Zimmer

57,9 m²

Eckwohnung, zwei Orientierungen. Küche an Schacht.

1,5 Zimmer

34,0 m²

Kompakter Grundriss, Küche an Innenwand.

2 Zimmer

36,5 m²

Kompakte Wohneinheit, Küche an Innenwand.

Beispielgrundrisse · M 1:250 (vereinfachte Darstellung). Vollständiger Bauteilkatalog auf Anfrage.

Vertiefungsgespräch

Lesen Sie diesen Leitfaden — und sprechen Sie dann mit uns.

Bevor Sie Ihr individuelles WoodRocks-Projekt entwerfen, vereinbaren Sie ein Vertiefungs­gespräch mit einem unserer Planungs­experten. Wir prüfen Ihr Vorhaben gegen die System­voraussetzungen, identifizieren wirtschaftliche Hebel und klären die Schnitt­stellen früh.

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